Quick Actions unter iOS

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Was sind Quick Actions?

Wer auf einem aktuellen iPhone kräftig auf ein App Icon drückt, dem springen sie bei den meisten Apps bereits entgegen und bieten Abkürzungen zu den wichtigsten Bereichen und Funktionen. Die Rede ist von Quick Actions.

Starten wir mit ein paar prominenten Beispielen.

 Twitter

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 Instagram

Instagram

 Lexoffice

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Was ist so toll an Quick Actions?

Wie immer dreht sich letztlich alles um die Usability. Was den Nutzern einer App das Leben erleichtert, das hat eine Daseinsberechtigung. In diese Kategorie fallen Quick Actions, da sie oft den schnellsten Weg zwischen Vorhaben und Ziel darstellen. Und wer bitteschön mag keine Abkürzungen?

Bis zum Ziel braucht es auf dem althergebrachten Weg oft mehrere Schritte und etwas Geduld: Der Nutzer muss die App starten, anschließend den Hauptnavigationspunkt wechseln, und braucht dann vielleicht noch ein, zwei weitere Taps, bis er die gewünschte Aktion ausführen kann.

Sehr viel einfacher klappt das mit Quick Actions. Es reicht ein sogenannter 3D Touch auf das App Icon, sprich ein kräftiges Drücken und die Auswahl der gewünschten Aktion. Dabei muss man nicht einmal den Finger vom Display heben, so dass sich das Ganze wie eine einzige fließende Geste anfühlt.

Besonders bei Funktionen, die man sehr regelmäßig verwendet, kann das auf Dauer mächtig Zeit und Nerven sparen. Vor allem Power User freuen sich darüber, Dank Quick Actions die wichtigsten Features im Schnellzugriff zu haben. Und nutzen sie dadurch tendenziell noch intensiver.

Nicht bei jeder App bieten sich Quick Actions an und es macht natürlich keinen Sinn, etwas zu erzwingen, nur damit man es hat. Bei vielen Apps jedoch wird vorhandenes Potenzial gar nicht erst erkannt und leichtfertig verschenkt.

Dabei geht doch so viel! Und nicht immer muss eine Quick Action eine spezifische Aktion auslösen. Es ist auch möglich, den Nutzer in einen speziellen Bereich zu navigieren. Nachrichtenapps könnten also die derzeit gefragtesten Ressorts anbieten. Und Produktivitätsapps können die zuletzt verwendeten Dokumente anzeigen. Der Fantasie sind also nahezu keine Grenzen gesetzt.

 
 Spiegel Online

Spiegel Online

 

Und als wäre das alles nicht schon schön genug: Quick Actions sind super schnell entwickelt und entlocken selbst unerfahrenen Programmierern lediglich ein müdes Lächeln. Komplexität oder Kosten gelten also nicht als Ausrede.

Was es bei der Umsetzung selbst zu beachten gilt, das hat Apple hier gut zusammengefasst. Einen der dort angesprochenen Punkte möchten wir ganz besonders betonen: Quick Actions sind nicht dafür gedacht, eine umständliche Navigation innerhalb der App auszugleichen. Sondern dafür, etwas Feines hochfein zu machen. Stichwort Premium.

Und jetzt?

Jetzt macht sich jeder mal kräftig Gedanken, welche Quick Actions Sinn machen bei der eigenen App. Und dann rein damit in's nächste Update.


Zu diesem Artikel gibt es auch eine Podcastfolge.